Die Hauptreferenten stellen sich vor
Hauptreferat 1
Top und Flop in der Kommunikation
Sabina Hunziker, Basel
Prof. Sabina Hunziker ist Ordinaria für Medizinische Kommunikation an der Universität Basel, stellvertretende Chefärztin für Psychosomatik und Leiterin der medizinischen Kommunikation am Universitätsspital Basel. Ein Schwerpunkt ihrer klinischen Tätigkeit ist die Post-ICU Care – eine interprofessionelle Sprechstunde für Patient:innen nach intensivmedizinischer Behandlung und deren Angehörige. In der Lehre fokussiert sie auf die ärztliche Gesprächsführung. Sie ist Fachärztin für Innere Medizin mit Spezialisierung in Psychosomatik und hat einen Master of Public Health (MPH) an der Harvard School of Public Health erworben. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Kommunikation im klinischen Alltag, insbesondere bei Visiten, Entscheidungsprozessen und in kritischen Situationen. So leitet sie mehrere vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte multizentrische, randomisiert-kontrollierte Studien zur Visitenkommunikation sowie zur Kommunikation über den Reanimationsstatus. Sie ist Autorin von über 100 peer-reviewed Publikationen in internationalen Fachzeitschriften.
Hauptreferat 2
Top und Flop in der Neurologie
Henrick Gensicke, Basel
Prof. Dr. med. Henrik Gensicke ist seit 2025 Chefarzt für Neurorehabilitation und Neurologie an der Universitären Altersmedizin Felix Platter (UAFP) in Basel. Er absolvierte sein Medizinstudium an der Philipps-Universität Marburg und erlangte den Facharzttitel für Neurologie nach Weiterbildungen am Universitätsspital Basel und der Rehaklinik Tschugg. Im Jahr 2016 absolvierte er einen vom SNF-unterstützten Stroke Research Fellowship im Departement Clinical Neuroscience der University of Calgary in Kanada. Von 2017 bis 2024 war er als Oberarzt/leitender Arzt in der Neurologie am Universitätsspital Basel und der Universitären Altersmedizin Felix Platter tätig und am Aufbau der Schlaganfallbehandlungskette zwischen den beiden Spitälern beteiligt. Seine klinischen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Akutbehandlung des Schlaganfalls und der pharmakologischen Unterstützung der Neurorehabilitation nach Schlaganfällen. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde er 2018 mit dem Forschungspreis der Schweizerischen Herzstiftung ausgezeichnet und 2024 von der Universität Basel zum Titularprofessor für Neurologie ernannt.
Hauptreferat 3
Impfungen – Tops und Flops der letzten fünf Jahre
Christoph Berger, Zürich
Prof. Dr. med. Christoph Berger ist Facharzt FMH für Kinder und Jugendliche und für Infektiologie. Er ist Chefarzt der Infektiologie und Spitalhygiene am Universitäts-Kinderspital in Zürich, zugleich verantwortlich und Leiter der Vakzinologie und der Spitalhygiene, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik und Extraordinarius für pädiatrische Infektiologie an der Universität Zürich. Nach einen Forschungsaufenthalt in den USA mit Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Virusinfektion, lmmunantwort und virusassoziierten Tumoren hat er neben klinischer Tätigkeit am Universitäts-Kinderspital über Jahre an klinischen Kohorten- und Multizenterstudien mitgearbeitet und solche geleitet. National sind sowohl der Aufbau einer Datenbank mit national harmonisierten Medikamentendosierungen für Kinder sowie die Impfpromotion die grossen Themen: 9 Jahre war er Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, so auch während der Covid-19- Pandemie, EKIF-Mitglied bis Ende 2024 und seit Jahren einer der Experten von Infovac.
Hauptreferat 4
Healthy Ageing: ein Flop?
Cornel Sieber, Winterthur
Prof. Dr. med. Cornel Sieber war bis 2025 Chief Medical Officer und Mitglied der Geschäftsleitung des Kantonsspital Winterthur. Cornel Sieber studierte in Basel Medizin und verbrachte weite Teile seiner Forschungs- und Lehrzeit in Deutschland, mit Forschungsaufenthalten am Hammersmith Hospital in London und der Yale University in den USA. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich auf Bereiche der Altersmedizin wie Gebrechlichkeit, Multimorbidität, Versorgungsstrukturen oder die individuelle Betreuung geriatrischer Patienten. Für sein Lebenswerk wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) mit dem Lebenswerk-Preis ausgezeichnet. Cornel Sieber war Mitglied und Führungsperson in diversen europäischen medizinischen Fachgesellschaften. Unter anderem präsidierte er von 2005 bis 2008 die DGG, von 2007 bis 2015 die European Academy for Medicine of Ageing (EAMA), war von 2017 bis 2018 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und amtete von 2023 bis 2025 als Präsident der European Geriatric Medicine Society (EuGMS).