Hauptreferate

 

Hauptreferat 1: BITTER Galle

Donnerstag, 21. Juni 2018, 12:00 – 13:00

Stephan Vavricka, Zürich / Regula Capaul, Zürich

Täglich bildet die Leber 700-1300 ml Galle, die für die Fettverdauung und für die Ausscheidung verschiedener schwer wasserlöslichen Substanzen wie dem Bilirubin verantwortlich ist. Die Galle wird in der Gallenblase gespeichert und zu den Mahlzeiten in das Duodenum ausgeschüttet. Die häufigsten Krankheiten der Praxis in diesem eng aufeinander abgestimmten System werden im Vortrag besprochen.

Hauptreferat 2: SÜSS Diabetes

Donnerstag, 21. Juni 2018, 14:45 – 15:45

Marc Donath, Basel / Stefan Zinnenlauf, Zürich

In den letzten Jahren sind mehrere Medikamente zur Behandlung von Diabetes auf den Markt gekommen. Auch gab es verschiedene kardiovaskuläre Outcome-Studien, die positive Resultate gezeigt haben. Es stellt sich nun die Frage, welche Patienten in welchem Stadium mit welchen Medikamenten am besten behandelt werden. Sehr konkret wird in diesem Vortrag das Management des Diabetes im Jahr 2018 diskutiert.

Hauptreferat 3: BITTERSÜSS Pharmakologie

Freitag, 22. Juni 2018, 08:30 – 09:30

Michael Bodmer, Baar / Franziska Zogg, Zug

Es werden praxisrelevante Medikationsprobleme besprochen; speziell wird auf die Polypharmazie älterer Patienten eingegangen sowie Probleme im Umgang mit neueren (DOAKs) und älteren Medikamenten (Diuretika, Antipsychotika, Schlafmittel) besprochen. Dabei soll der Bezug zur Hausarztpraxis und der Heimbetreuung besonders beachtet werden.

Hauptreferat 4: SÜSSBITTER Neuropsychologie: Schützt schwarze Schokolade vor Stress?°

Freitag, 22. Juni 2018, 14:30 – 15:15

Petra H. Wirtz, Konstanz DE / Alexander Minzer, Rothrist

Schützt schwarze Schokolade vor Stress? Epidemiologische Studien belegen, dass der regelmäßige Konsum von dunkler Schokolade das Risiko für Koronare Herzerkrankung (KHK) beträchtlich reduziert, vermutlich aufgrund der in der schwarzen Schokolade enthaltenen Flavonoide. Die dunkle Schokolade wirkt sich dabei günstig auf eine Reihe von biologischen Risikofaktoren aus wie etwa Blutdruck oder Blutfette. Ob dunkle Schokolade sich auch günstig auswirkt auf Stress als einen psychosozialen KHK-Risikofaktor, hat die Arbeitsgruppe von Prof. Wirtz in einer Studie an gesunden Männern untersucht. Im Vortrag werden Hintergründe zu dunkler Schokolade, psychosozialem Stress und physiologischer Reaktivität auf Stress beschrieben. Anschliessend werden Methoden und Ergebnisse der Studie zur Wirkung einer einmaligen Gabe von schwarzer Schokolade auf die psychobiologische Stressreaktivität beschrieben und kritisch diskutiert. Neben Effekten auf die beiden menschlichen Stressachsen, die Hypothalamus-Nebennierenrinden-Achse und das sympathische Nervensystem, wurden ebenfalls Effekte auf Gerinnung und das Immunsystem untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass schwarze Schokolade vermutlich durch die darin enthaltenen Flavonoide auf peripherer Ebene einen stressprotektiven Effekt zeigt.

 

°Akkreditierung durch die Schweizerische Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin